Versicherungen senken Ihre Überschussbeteiligung für klassische Lebensversicherungen

Im Bereich der Altersvorsorge haben Sparer eine ganze Reihe von unterschiedlichen Produkten zur Auswahl. Bis vor wenigen Jahren entscheid sich der Großteil der Sparer für eine kapitalbildende Lebensversicherung. Seit einigen Jahren verliert diese aber an Gewicht im deutschen Versicherungsmarkt. Statt einer Lebensversicherung entscheiden sich mehr Versicherte für eine Private Rentenversicherung als Altersvorsorge.  Beide Versicherungen verfolgen aber das gleiche Ziel, Kunden sollen mit diesen Produkt Kapital ansparen damit dieses zur Rentenzeit die Lücke der Gesetzlichen Rente schließen kann. Um aber möglichst viel Kapital anzusparen, legen sowohl die kapitalbildende Lebensversicherung als auch die Private Rentenversicherung die Einmalzahlungen und monatlichen Versicherungsbeiträge an und erwirtschaften Zinsen. Bei der Geldanlage stehen Versicherten vor der Wahl zwischen einer Fondsgebundenen Anlage und einer klassischen Anlage. Gerade vorsichtige und konservative Sparer entscheiden sich hier für die klassische Geldanlage. Denn bei einer klassischen Rentenversicherung oder Lebensversicherung erhalten Sie eine garantierte Guthabenverzinsung von einem geringen Prozentsatz (z.B. 2,x%). Zusätzlich zum Garantiezins gewährt die Versicherung dann noch eine Überschussbeteiligung, was die Gesamtverzinsung in den letzten Jahren auf einem Niveau von 4,5 bis 5% p.a. brachte.

Dies wird sich jetzt allerdings ein wenig ändern. Denn die Versicherer haben schon Schwierigkeiten Ihren Garantiezins halten zu können. Nun senken die ersten Versicherungen schon die Höhe Ihrer Überschussbeteiligung – natürlich zum Nachteil Ihrer Versicherten.

 

Versicherungen senken Ihre Überschussbeteiligung für 2010

Im Grunde ist die Überschussbeteiligung bei einer klassischen Rentenversicherung oder klassischen Lebensversicherung das eigentlich Interessante. Denn nur die Überschussbeteiligung des Versicherungsunternehmens ergänzt die garantierte Verzinsung dieses Altersvorsorgeprodukts deutlich und erhöht die Gesamtverzinsung des Versicherungsguthabens. Nun aber sinkt die Überschussbeteiligung der Versicherungen. So senkt der größte Verwalter der klassischen Rentenversicherungen und Lebensversicherung, die Allianz Versicherung, Ihre Überschussbeteiligung von 4,3% auf 4,1%. Noch vor zwei Jahren lag die Überschussbeteiligung der Allianz Versicherung bei 4,5%. Und die Allianz ist nicht die einzige Versicherung mit sinkender Überschussbeteiligung. Auch Kunden der R+V Leben senkte seine Gesamtverzinsung von 4,3 Prozent auf 4,1 Prozent. Das weitere Versicherungen noch folgen werden, ist abzusehen.

Damit rutscht die Gesamtverzinsung der klassischen Lebensversicherung und Rentenversicherung auf ein sehr geringes Niveau. Die Rating Agentur Assekurata senkte in Ihrer Prognose die geschätzte Gesamtverzinsung der klassischen Lebens- und Rentenversicherungen für das Jahr 2011, auf nur 4 Prozent.

 

Sinkende Verzinsung der deutschen Staatsanleihen begründet Senkung mit

Grund für die Senkung der Überschussbeteiligung von den Versicherungen, besteht mit unter in den gesunkenen Zinsen für die deutschen Staatsanleihen. Eine deutsche Staatsanleihe mit 10 jähriger Laufzeit hatte noch Anfang diesen Jahres eine Verzinsung von 3,4 Prozent bieten können. Mittlerweile sank die Verzinsung der Anleihe auf magere 2,5 Prozent pro Jahr. Das erschwert den Versicherungen die Garantiezins zu erwirtschaften und das Geld der Versicherung selbst anzulegen und so überhaupt erst eine gute Überschussbeteiligung zu  ermöglichen. Zwar sieht die Situation bei der Allianz Versicherung eigentlich noch nicht so schlimm aus, die Versicherungen haben aber die Möglichkeit die Überschussbeteiligung schon vorzeitig zu senken, um sich für Zeiten eines geringen Marktzins vorzubereiten. Laut Einschätzung des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), macht die Allianz genau das.

 

Alternative mit durchschnittlich besseren Renditen – fondsgebundene Anlagen

Im Zuge der aktuellen Senkung der Überschussbeteiligung und der Einschätzung, dass die Versicherungen weiterhin Ihre Renditen senken müssen, sinkt natürlich die Attraktivität der klassischen Rentenversicherung und Lebensversicherung. Hier empfiehlt es sich für Sparer durchaus über eine fondsgebundene Rentenversicherung nachzudenken. Die Anlage in Fonds kann bei der richtigen Auswahl und trotz einiger Krisen am Markt, immer noch eine deutlich attraktivere Rendite erwirtschaften als die klassische Anlage. In der Vergangenheit konnten gute fondsgebundene Rentenversicherungen mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 10% p.a. überzeugen. In den letzten 10 Jahren sank die Performance der Fonds zwar spürbar, liegt aber mit guten 6 bis 8% p.a. immer noch besser, als die Gesamtverzinsung der klassischen Anlagen. (Der Map-Report von 2010 bescheinigt der Debeka mit 5,8% p.a. die höchste durchschnittliche Rendite in den letzten 12 Jahren.

 

Was häufig bei einer fondsgebundenen Geldanlage vergessen wird: natürlich unterliegt diese Geldanlage Kursschwankungen und der Wert der Police sinkt gegebenenfalls mal unter den Wert der Einzahlungen. Das kann gerade bei Krisen wie der weltweiten Finanzkrise 2008 durchaus passieren. Bleiben Sparer aber bei Ihrer Form der Geldanlage, können Sie sich nach der Krise über traumhafte Renditen freuen. Denn gute Fonds überwinden eine Krise und verzeichnen einige Zeit danach, überdurchschnittliche Renditen. Durch die längere Laufzeit bei der Privaten Altersvorsorge werden mögliche Kursschwankungen ausgeglichen und zum Laufzeitende sehr hohe Durchschnittsrenditen erwirtschaftet. Interessierte Sparer die etwas für Ihre Altersvorsorge sparen möchten, sollten sich also ernsthaft über die fondsgebundene Anlage Gedanken machen – gerade im Hinblick auf die sinkenden Überschussbeteiligungen der Versicherungen bei der klassischen Rentenversicherung und Lebensversicherungen.

 

 

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