Verband der Kassenärzte fordert eine pauschale Praxisgebühr von 5 Euro pro Arztbesuch

Im Zuge der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung wurden bereits einige Vorschläge diskutiert. So wurde bereits eine pauschale Kopfgebühr von 29 Euro pro Versicherten und pro Monat überdacht (Artikel hier). Auch bei den Kosten sollte die Gesetzliche Krankenversicherung durch Rabattverträge mit Pharmakonzernen, Ihre Ausgaben senken. Nun meldet sich die Kassenärztliche Vereinigung zu Wort und bietet ein eigenes Konzept, wie zusätzliches Geld für die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung stehen soll.

 

Kassenärzte fordern 5 Euro Praxisgebühr für jeden Arztbesuch

Die Kassenärztliche Vereinigung, kurz KBV, fordert nun die Einführung einer pauschalen Praxisgebühr über 5 Euro. Allerdings sollen die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung diese Gebühr für jeden Arztbesuch bezahlen. Mit dieser Einführung plant die Kassenärztliche Vereinigung die häufigen Besuche der deutschen Versicherten einzuschränken und unnötige Besuche zu vermeiden. Im Vergleich mit anderen Ländern gehen die Deutschen laut Statistik 18 Mal im Jahr zum Arzt. Damit sind Sie Spitzenreiter im direkten Vergleich mit anderen Ländern. Und nicht immer ist jeder Arztbesuch auch wirklich notwendig. Viele Ärzte weisen schon seit längerer Zeit darauf hin, dass einige Behandlungen unnötig sind. Manche Versicherte gehen nicht nur zum Arzt, wenn es nötig ist. Die Praxisgebühr von 5 Euro pro Besuch könnten die unnötigen Arztbesuche verringern. Kassenärzte hätte so deutlich mehr Zeit für Ihre anderen Patienten und könnten eine bessere Betreuungsqualität ermöglichen. Außerdem würde so zusätzliches Geld den Gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung stehen.

 

 

Auch wenn es hart klingen mag, aber die pauschale Praxisgebühr von 5 Euro für jeden Arztbesuch sollte tatsächlich einmal überdacht werden. Leider ist schon länger bekannt, dass nicht jeder Versicherte auch wegen einer behandlungsbedürftigen Krankheit zum Arzt geht. Doch jede Behandlung eines kleinen „Wehwechens“ kostet die Versichertengemeinschaft Geld und belastet so unnötig die Gesetzliche Krankenversicherung. Es wäre zumindest ein Versuch mit der Praxisgebühr von 5 Euro dieses Problem zu verringern.

Allerdings besitzt diese Forderung auch einen gewissen Nachgeschmack. Denn aktuell hat die Kassenärztliche Vereinigung ausgehandelt, dass die Kassenärzte eine höhere Vergütung erhalten. Das ist zwar ein richtiger Schritt, weil die Kassenärzte im Vergleich zu den Spezialisten, deutlich unterbezahlt sind. Dennoch könnte die Forderung so verstanden werden, dass damit die Versicherten die höheren Honorare der Kassenärzte bezahlen sollen.

 

 

 

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