Sinkende Rendite der Staatsanleihen bedrohen viele Verträge der Privaten Altersvorsorge

Bereits seit vielen Jahren wissen Experten und auch die Politik über die Kapitallücke in der Gesetzlichen Rentenversicherung Bescheid. Eben diese Finanzierungslücke hat bereits in der Vergangenheit zu sinkenden Renten (keine Rentenerhöhung) geführt und wird den zukünftigen Rentnern kaum noch ausreichende monatliche Zahlung bieten können. Das Niveau der Gesetzlichen Rente wird bis ins Jahr 2030 auf etwa 45% des letzten Bruttogehalts sinken. Ein viel zu geringes Niveau weshalb die Politik seit Jahren versucht, den Bürgern in Deutschland vermehrt zu einer Privaten Altersvorsorge zu raten. Dies erfolgte zum Beispiel über die Riester Rente oder der Basis Rente bei welcher Bürger gewisse staatliche Vorteile erhalten, wie zum Beispiel einen Steuervorteil oder direkte Zulagen zum Altersvorsorgevertrag. Doch die bisherige Lösung der drohenden Altersarmut – die Private Altersvorsorge – kommt nun durch die derzeitige Euro Krise auch ins Wanken. Denn den Versicherungen fällt es immer schwieriger eine sichere und zugleich attraktive Rendite für die Gelder der Versicherten zu erwirtschaften.

 

Sinkende Rendite der Staatsanleihen bedroht die Private Altersvorsorge

Aktien AnlageFür die Private Altersvorsorge haben sich viele Bürger für eine klassische Private Rentenversicherung entscheiden. Diese Verträge verfügen über einen Höchstrechnungszins welchen die Versicherungen Ihren Versicherten garantieren (Mindestverzinsung). Gerade bei älteren Policen erhalten Versicherte noch eine garantierte Verzinsung von 3,5% p.a.. Neuere Policen bieten nur noch 2,25% p.a. bzw. aktuell nur noch magere 1,75% p.a. an Mindestverzinsung. Hinzu kommt noch die Überschussbeteiligung der Versicherungen selbst. Diese füllte die Gesamtverzinsung der Privaten Rentenversicherungen in der Vergangenheit auf 5 bis 6% p.a.. Eine attraktive Verzinsung welche für genügend Kapital für eine zusätzliche Rente sorgen konnte. Doch eben diese Gesamtverzinsung sinkt seit Jahren kontinuierlich. Heute können die Versicherungen kaum noch eine Gesamtverzinsung von 4% p.a. an bieten – Tendenz weiter sinkend.

 

Versicherungen brauchen alternative Anlagen z.B. in die Realwirtschaft

Grund für die schlechte Verzinsung der Altersvorsorge Verträge besteht in den geringen Renditen der Staatsanleihen welche im Zuge der Euro Krise auf ein absolut historisches Tief gesunken sind. Aktuell rentieren deutsche Staatsanleihen auf unter 2% p.a. und ermöglichen es Versicherungen kaum noch attraktive Renditen für Ihre Versicherten zu erwirtschaften. Dabei setzen die Versicherer bislang stark auf Anleihen, da diese als sicher galten und dennoch eine gewisse Mindestverzinsung boten. Dies hat sich aber nun geändert. Sicher sind Staatsanleihen von Euro Staaten nicht mehr (Griechenland) und die Länder welche als sicher gelten, brauchen kaum noch Zinsen zahlen. Ein Teufelskreis aus dem die Versicherungen nur durch eine anderweitige Investition (z.B. in die Realwirtschaft über Aktion oder aber Sachwerte) rauskommen können. Doch genau hier besteht ein großes Problem.

Zwar dürfen die Versicherer Ihre Gelder auch in Aktien oder Immobilien investieren, dafür benötigen Sie jedoch ein viel größeres Eigenkapital. Bei Immobilien beträgt das Eigenkapital für die Investition 25% und bei Aktien sogar 49%. Das macht die Anlage für die Versicherungen unattraktiv. Eben dies muss sich nun ändern – um die Private Altersvorsorge der deutschen Bevölkerung nicht weiter zu gefährden.

 

Sicherung der Rente nur durch Änderungen für die Versicherungen möglich

Äteres Pärchen - Altersvorsorge sichernDamit die Bürger in Deutschland Ihren gewohnten Lebensstandart in der Rente weiterführen können, benötigen Sie mittlerweile zwangsläufig eine Private Altersvorsorge. Doch diese gerät langsam in Gefahr, da die bisherige sichere Anlageform – die Staatsanleihen – zunehmend an Sicherheit verlieren und kaum noch gute Renditen einbringen. Hier muss sich kurz- bis mittelfristig etwas ändern, so dass die Versicherungen den Versicherten auch wieder gute Renditen bieten können. Dies ist zur Sicherung der Rentenzahlungen im Alter einfach unverzichtbar. Mögliche Lösungen können eben anderweitige Investitionen in die Realwirtschaft oder in Sachanlagen sein. Nur dafür muss die Politik den Versicherungen andere Bedingungen vorgeben. Hier muss also die Voraussetzung für die Versicherungen geändert werden.
 

 

 

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