Riester Vergleich lohnt sich besonders bei klassischen Riester Renten Verträgen

Kaum ein Arbeitnehmer kommt heutzutage noch ohne eine Private Altersvorsorge aus. Grund hierfür besteht in den zunehmend sinkenden Rentenzahlungen der Gesetzlichen Rentenversicherung. Diese bezahlt Ihren Rentenempfängern seit Jahren immer kleinere Renten aus. Dabei haben die Rentner von Heute noch vergleichsweise hohe Renten. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat errechnet, dass die Rentenzahlungen der Gesetzlichen Rentenversicherung für Rentner in den Jahren 2030 bis 2040 auf ein Niveau von etwa 40% des letzten Bruttolohn sinken werden. Dementsprechend kann die Gesetzliche Rentenversicherung (in Zukunft) nicht mehr den gewohnten Lebensstandart seiner Versicherten garantieren. Die Lücke zwischen der Gesetzlichen Rente und dem bisherigen Nettolohn müssen Arbeitnehmer durch Ihre Private Altersvorsorge auffüllen. Um seinen Bürgern aber einen Anreiz für die Private Altersvorsorge zu geben, ist der Staat schon aktiv geworden. Mit der so genannten Riester Rente erhalten alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, Selbstständige sowie Beamte und Richter eine oder mehrere staatliche Zulagen für Ihre Altersvorsorge.

 

Staatliche Zulagen der Riester Rente

Dabei lohnen sich die Riesterzulagen für Sparer durchaus. Jeder erwachsene Riester Sparer erhält eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr. Haben Sparer noch ein Kind gewährt der Staat eine Kinderzulage die 185 Euro im Jahr umfasst. Für Kinder die ab 2008 geboren wurden, erhöht sich die jährliche Riester Kinderzulage auf recht stolze 300 Euro. So kann eine Familie mit 2 Kindern und 2 Riester Verträgen einen staatlichen Zuschuss von bis zu 908 Euro erhalten (beide Kinder ab 2008 geboren). Um auch jüngeren Sparern die Riester Rente attraktiver zu machen, gewährt der Staat allen Riester Sparern die noch nicht älter als 25 Jahre sind, einen einmaligen "Berufseinsteigerbonus" von 200 Euro.

Die vollen staatlichen Riester Zulagen bekommen Sparer allerdings nur wenn Sie mindestens 4% Ihres letzten durchschnittlichen Jahresbruttoeinkommen (abzüglich der staatlichen Zulagen) in den Vertrag einzahlen. Wird weniger in einen Riester Vertrag eingezahlt, so erhalten Sparer die staatliche Riester Zulagen im Verhältnis zu den Einzahlungen. (Zahlen Sparer nur 2% Ihres durchschnittlichen Bruttoeinkommen ein, gibt es auch nur die halben staatlichen Zulagen.) Neben den Riester Zulagen bietet ein Riester Vertrag auch eine mögliche Steuerersparnis, da bis zu 2.100 Euro bei der Steuer absetzbar sind. Fällt die Steuersparnis für Sparer höher aus als die Riester Zulagen, so nimmt das Finanzamt hier noch einen finanziellen Ausgleich vor.

 

Unterschiedliche Anlageprodukte bei der Riester Rente

Ähnlich wie bei den nicht staatlich geförderten Altersvorsorge Produkten, gibt es einige Möglichkeiten zu riestern. So kann für einen Riester Vertrag eine Rentenversicherung oder ein Sparplan ausgewählt werden. Zur Anlage des Geld steht sowohl die klassische als auch fondsgebundene Anlage zur Auswahl.  Es sind also eine klassische Rentenversicherung, fondsgebundene Rentenversicherung, ein Fondssparplan oder Banksparplan als Riester Produkt förderberechtigt. Allerdings haben alle Anlageprodukte eines gemeinsam: die eingezahlten Beiträge sowie die staatlichen Förderungen sind garantiert - auch bei der fondsgebundene Anlagevariante. (Beitragsgarantie).

 

Klassische Riester Renten Verträge vergleichen

Entscheiden sich Sparer für eine klassische Riester Rente, so erhalten Sie eine garantierte Verzinsung für Ihre Beiträge. Zwar fällt die garantierte Verzinsung nicht besonders hoch aus, aber durch den Hochrechnungszins können Versicherungen bzw. Banken eine spätere garantierte Rentenzahlung berechnen. Hier lohnt es sich für Interessierte durchaus die klassischen Riester Renten Angebot zu vergleichen. Denn die garantierten Rentenzahlungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, obwohl die Beitragszahlungen und staatlichen Zulagen natürlich identisch sind. teilweise liegt die Differenz der garantierten Riester Rentenzahlungen bei bis zu 50 Euro im Monat - wohl gemerkt bei gleichen Voraussetzungen!

Interessieren sich Sparer also für eine klassische Riester Rente sollten Sie unbedingt die einzelnen Anbieter am Markt vergleichen und sich dann für ein passendes Produkt entscheiden. Bedenken sollten Sparer allerdings, dass sich die garantierten Rentenzahlungen nur auf die Beitragseinzahlungen, staatlichen Zulagen und dem Höchstrechnungszins (Garantiezins) basieren. Die Rentenzahlungen fallen wahrscheinlich aber noch höher aus, da die Versicherungen noch eine Überschussbeteiligung gewähren.

 

Fondsgebundene Riester Renten bieten höhere Kapitalchancen

Mit den fondsgebundene Varianten der Riester Verträge erhalten Sparer zwar keinen garantierten Höchstrechnungszins und Überschussbeteiligung, können dafür aber von den Renditechancen des Markts profitieren. Je nach Angebot (ob Fondssparplan oder fondsgebundene Rentenversicherung) können sich Sparer für Fonds entscheiden und in diese anlegen. suchen sich Interessenten hier ein gutes Produkt raus, brauchen Sie nicht nur die (Dach-)Fonds Ihres Anbieters besparen, sondern können zwischen vielen guten Fonds auswählen.

Eine fondsgebundene Riester Rente ermöglicht durchaus eine durchschnittliche Rendite zwischen 56 und 8% p.a. Hierzu sind aber wirklich gute Fonds notwendig und das diese über lange Frist bespart werden. Denn durch die lange Laufzeit gleichen Sparer mögliche Kursschwankungen wieder aus und profitieren von den starken Kursanstiegen. Daher ist bei einem fondsgebundenen Riester Vertrag die freie Fondsauswahl mit eines der wichtigsten Entscheidungsmerkmale.

 

Insgesamt lohnt sich für Bürger in Deutschland die Riester Rente, da Sie mit dieser eine staatliche Unterstützung beim Ansparen einer zusätzlichen Rente erhalten. Und die staatliche Förderung kann relativ hoch ausfallen, insbesondere für Familien. Eine attraktivere Möglichkeit für den Ruhestand vorzusorgen, gibt es eigentlich nicht.

 

 

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