Private Rentenversicherung bis Juni 2010 wegen möglichen Steuervorteil nachbessern

Bei der Privaten Altersvorsorge greifen die Deutschen nach wie vor gerne zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder zu einer Privaten Rentenversicherung. Die kapitalbildende Lebensversicherung war insbesondere vor 2005, ein gerne abgeschlossenes Altersvorsorgeprodukt. Denn alle Policen die noch im Jahr 2004 abgeschlossen wurden, bleiben unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei (z.B. 12 Jahre Mindestlaufzeit, regelmäßige Beitragseinzahlung). Im Jahr 2005 haben mehr und mehr Kunden auf die Private Rentenversicherung vertraut, da Versicherungsnehmer auf Grund der monatlichen Leibrente lediglich den so genannten Ertragsanteil zu versteuern haben.  Auch eine attraktive Private Altersvorsorge. Allerdings bieten viele der Privaten Rentenversicherungen ein Kapitalwahlrecht. Entscheiden sich Versicherungsnehmer das angesparte Kapital aus Ihrer Rentenversicherung zu nehmen, müssen Versicherungsnehmer den Ertrag unter bestimmten Voraussetzungen nur zur Hälfte versteuern. Hierzu dürfen Versicherungsnehmer das Kapital nicht vor dem 60. Geburtstag entnehmen und die Rentenversicherung lief mindestens 12 Monate. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss die Ertragsleistung des entnommenden Kapitals vollständig versteuert werden. Es gibt aber noch ein weiteres Kriterium welches die Private Rentenversicherung erfüllen muss, dass nur die Hälfte der Ertragsleistung versteuert werden muss.

 

Rentenfaktor oder Rentenbetrag sollten definiert sein – sonst steuerlicher Nachteil

Grundsätzlich muss eine Private Rentenversicherung (die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde) einen fest definierten Rentenfaktor ausweisen oder aber, die Versicherung muss einen garantierten Rentenbetrag genau definieren. Nur wenn die Private Rentenversicherung diese zusätzliche Voraussetzung erfüllt, müssen Versicherungsnehmer die Ertragsleistung Ihrer Kapitalentnahme, nur zur Hälfte versteuern. Sollte eine Private Rentenversicherung keinen Rentenfaktor ausweisen oder einen Rentenbetrag präzise ausweisen, muss der Ertrag vollständig versteuert werden.

Der Bund der Versicherten (www.bundderversicherten.de) weist darauf hin, dass Versicherungsnehmer die Möglichkeit haben, eine Nachbesserung bei Ihrer Versicherung anzufragen. Es empfiehlt sich für alle Versicherte die eine Private Rentenversicherung ab 2005 abgeschlossen haben, Ihren Vertrag auf die entsprechenden Inhalte zu prüfen. Sollte die Versicherung keinen konkreten Rentenfaktor ausweisen oder einen garantierten Rentenbetrag bestimmen, sollten Versicherungsnehmer dies bei Ihrer Versicherung erfragen. Gegebenenfalls nehmen die Rentenversicherungen dann eine Nachbesserung Ihrer Policen vor. Diese Nachbesserung sollte am besten vor dem 30 Juni 2010 erfolgen, da nur Änderungen bis zu diesem Datum, den Steuervorteil (nur 50% des Ertrags, anstatt 100% des Ertrags) ermöglichen können.

 

Im übrigen: Garantiert eine Rentenversicherung zum Beispiel mindestens die Beitragsrückzahlung, so ist dies schon ein garantierter Rentenbetrag und beinhaltet automatisch den Steuervorteil.

 

Eine notwendige Nachbesserung kann viel Geld sparen

Versicherungsnehmer einer Privaten Rentenversicherung sollten dem Aufruf von dem „Bund der Versicherten“ folgen und Ihre Versicherungsunterlagen einsehen. Denn gerade bei einer Rentenversicherung geht es in der Regel nicht um kleine Beträge. Hier kann die volle Versteuerung des Ertrags schon unangenehm viel Geld kosten.

 

 

 

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