Gesamtverzinsung von Lebensversicherungen sinkt im Jahr 2011 nochmals deutlich

Ohne eine Private Altersvorsorge können die Bürger in Deutschland kaum noch Ihren gewohnten Lebensstandart im Alter halten können. Das weiß mittlerweile so gut wie jeder Bürger. Doch die Auswahl des richtigen Produkts für die Private Altersvorsorge fällt nicht gerade einfach, da es einfach eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten gibt. Eines der beliebtesten Produkte für die Private Altersvorsorge besteht in der Lebensversicherung, insbesondere in der klassischen Lebensversicherung. Mit diesem Produkt sparen Kunden Kapital für Ihr Alter an, erhalten eine entsprechende Hinterbliebenenabsicherung und die Zinsen sind auch garantiert. Allerdings muss eine Lebensversicherung nur den so genannten Garantiezins tatsächlich gewähren. Dieser liegt aber eher auf einem geringen Niveau. Etwas interessanter wird die Gesamtverzinsung der Lebensversicherung durch die Überschussbeteiligung durch die Versicherungsgesellschaft. Die Überschussbeteiligung und der Garantiezins ergeben die Gesamtverzinsung einer klassischen Lebensversicherung - und genau diese sinkt seit Jahren nach unten. Auch im Jahr 2011 müssen sich Sparer auf eine Senkung der Gesamtverzinsung einer Lebensversicherung einstellen. Dies führt unweigerlich dazu, dass die Lebensversicherung so langsam an Attraktivität verliert.

 

Gesamtverzinsung von Lebensversicherungen sinkt im Jahr nochmals deutlich

Die Überschussbeteiligung der Lebensversicherung ist schon seit einigen Wochen in den Schlagzeilen der Medien. Grund hierfür besteht in der Ankündigung einiger großen Versicherungen, dass Sie die Überschussbeteiligung für das Jahr 2011 senken möchten. Teilweise haben die Versicherer die Überschussbeteiligung um 0,2% bzw. 0,3% gesenkt und lassen damit die Gesamtverzinsung auf knappe 4% p.a. fallen. Im Durchschnitt erhalten Kunden derzeit für Ihre klassische Lebensversicherung eine Gesamtverzinsung von 4,08% p.a., wie das Hamburger Abendblatt vorrechnet (hier). Aktuell sieht es auch danach aus, dass die Lebensversicherer die Gesamtverzinsung im kommende Jahr nicht einmal über 4% p.a. halten können. Ein weiteres sinken der Überschussbeteiligung ist vorauszusehen.

Grund für die sinkende Überschussbeteiligung besteht in den sinkenden Zinsen am Markt. Damit die Versicherungen Ihren Versicherte den garantiezins und eine Überschussbeteiligung zahlen kann, investieren die Lebensversicherer ist festverzinste Papiere. Deren Verzinsung sinkt aber deutlich, was die Versicherungen zu der Senkung der Überschussbeteiligung zwingt. Doch nicht nur die Überschussbeteiligung sinkt, das Bundesfinanzministerium prüft sogar die Senkung des Garantiezins.

 

Garantiezins der Lebensversicherungen könnte ebenfalls sinken

Eine Zinskomponente der klassischen Lebensversicherung besteht in dem Höchstrechnungszins welcher im Grunde immer als Garantiezins bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um den Zinssatz welchen die Versicherungen garantiert für das Kapital zahlen, die Überschussbeteiligung ergänzt diesen dann auf die Gesamtverzinsung. Derzeit liegt der Höchstrechungszins oder der Garantiezins aber bei 2,25% p.a. Nun aber prüft das Bundesfinanzministerium die Senkung des Höchstrechnungszins auf 1,75% p.a. Auch hier begründet sich die Senkung des Höchstrechnungszins durch die sinkenden Zinsen der festverzinsten Papiere. Denn der Garantiezins einer Lebensversicherung ist an den durchschnittlichen Ertrag einer 10 jährigen Bundesanliehe geknüpft. Hier darf der Garantiezins der Lebensversicherer den durchschnittlichen Ertrag der 10 jährigen Bundesanleihe 60% nicht unterschreiten. Genau das passiert aber aktuell, da die Verzinsung der deutschen Bundesanleihe seit Sommer auf einem historisch niedrigen Niveau liegt. Aus diesem Grund könnte noch im Jahr 2011 der Höchstrechungszins an das aktuelle Niveau der Bundesanleihe angepasst und auf 1,75% p.a. gesenkt werden.

 

Unattraktives Produkt - die klassische Lebensversicherung

Die sinkende Überschussbeteiligung und der eventuell sinkende Höchstrechnungszins macht die klassische Lebensversicherung zu einem für Kunden eher unattraktiven Produkt. Schon in der Vergangenheit konnte die Rendite einer klassischen Lebensversicherung nicht wirklich mit der Rendite einer fondsgebundene Rentenversicherung (längere Laufzeit!) mithalten. Die geringere Gesamtperformance der klassischen Lebensversicherung konnte aber immer mit der Sicherheit begründet werden und eine Gesamtverzinsung von 4 bis 5% p.a. sind ja auch noch relativ hoch. Doch so langsam stimmt das Rendite Sicherheits- Verhältnis nicht mehr. Sparer die auf die klassischen Lebensversicherung setzen, verlieren für Ihre "Sicherheit" jede Menge Rendite, was einer definitiven Kapitalkürzung gleichkommt - ein zu starker Nachteil für Sparer.

Daher empfiehlt sich für Sparer eine gewünschte Hinterbliebenenabsicherung durch eine Risikolebensversicherung abzudecken. Hier legen Kunden eine gewünschte Summe fest welche im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Für die Private Altersvorsorge empfiehlt sich eher eine fondsgebundene Rentenversicherung (auch Riester Rente). Mit einer fondsgebundenen Anlage nutzen Sparer die Chancen des Markts und können mögliche Kursschwankungen durch die lange Laufzeit wieder ausgleichen. 

 

 

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