Fusionen der Krankenkassen könnten aus falschem Hintergrund durchführt werden

Bislang sind die Fusionen bei den Gesetzlichen Krankenkassen, eher in einem sehr positiven Licht betrachtet worden. Auch eine verständliche Betrachtungsweise, denn eine Fusion kann deutliche Vorteile für die Versicherten mit sich bringen. Je größer eine Gesetzliche Krankenkassen zum Beispiel ist, desto größere Rabatte kann die Kasse mit den Pharmakonzernen aushandeln. Ein direkter Vorteil für die Versicherten, weil so bei manchen Medikamenten die Zuzahlung entfallen kann. Auch wird die Fusion von manchen Gesetzlichen Krankenkassen als wichtig betrachtet, weil so weniger Verwaltungskosten entstehen und das Ganze System im Ganzen schlanker arbeiten kann. Laut Expertenmeinungen in der Vergangenheit, reichen in Deutschland etwa 60 Krankenkassen vollkommen aus. Aktuell existieren noch über 163 Kassen, von ehemals 216 Krankenkassen in den letzten 2 Jahren. Nun gibt es aber erste kritische Worte, die sich gegen die Fusionen der Kassen richtet.

 

Krankenkassen Insolvenz mit Steuergeldern retten

So sehen manche Experten das Risiko, dass manche Krankenkassen nur eine Fusion anstreben um Ihre Machtposition zu stärken. Denn je mehr Versicherte eine Gesetzliche Krankenkasse betreut, desto größeren Verhandlungsspielraum besitzt diese auch gegenüber der Politik. Würde beispielsweise eine der großen Kassen insolvent gehen, wäre eine Übergabe von Millionen Versicherten an eine andere, finanzstarke Krankenkasse eine schwierige Sache. Eher würden die riesigen Krankenkassen die Politik dazu bringen, die insolventen Kassen mit Steuergeldern zu retten. Denn würde sich die Politik nicht mit einmischen würde die Insolvenz einer riesigen Krankenkasse, zu einem absoluten Kollaps führen – wie bei den Banken in der Krise 2009. Auch hier mussten große Banken mit Milliarden von Steuergeldern vor der Insolvenz gerettet werden, da Sie sonst das ganze System mit runter gezogen hätten. Genau dieses Problem sieht auch der Chef der Siemens Betriebskrankenkasse, Hans Unterhuber.

 

Diese Befürchtung mag eigentlich nicht ganz unbegründet sein. Dennoch sollten die Fusionen eher positiv betrachtet werden. Je mehr Krankenkassen zusammenarbeiten, desto stärker schrumpfen die Verwaltungskosten der Kassen. Und diese verschlingen aktuell viele Millionen. So können die Fusionen auch zur besseren Finanzierung des Systems beitragen.

 

 

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