Eventuell führt die Gesetzliche Krankenkasse eine Kopfpauschale von 29 Euro ein

Das Schwächen der Gesetzlichen Krankenversicherung wird schon seit längerer Zeit in den Medien diskutiert. Bereits Anfang 2010 führten einige der Gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag ein, weil Sie sonst Ihre Ausgaben nicht mehr bestreiten können. Bereits 8 Wochen später melden dann einige Krankenkassen einen Überschuss von angeblich einer Milliarde Euro (wenn diese auch nur in den Bücher und vorläufig existiert). Doch eines bleibt für die Versicherten: die Gesetzliche Krankenversicherung hat Schwierigkeiten seine Ausgaben zu finanzieren und folglich auch den Versicherungsschutz Ihrer Versicherten zu garantieren. Um die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzufangen und diese zu bezahlen, wird schon Lange über die Einführung einer Kopfpauschale diskutiert. Jetzt konkretisiert erstmals Gesundheitsminister Philipp Rösler wie die Kopfpauschale der Gesetzlichen Krankenversicherung aussehen könnte.

 

Kopfpauschale von 29 Euro im Monat

Anstatt der Erhebung eines Zusatzbeitrags, überlegt der Gesundheitsminister und seine Berater (bzw. die eingesetzte Regierungskommission) die Einführung einer Kopfpauschale in Höhe von 29 Euro. Diese Kopfpauschale müssten Versicherte dann jeden Monat zusätzlich zu Ihrem jetzigen Krankenversicherungsbeitrag bezahlen. Mit der Einführung der Kopfpauschale soll im gleichen Zug der „Arbeitnehmer Zusatzbeitrag“ von 0,9% entfallen. In Zukunft würden dann Arbeitnehmer und Arbeitgeber den grundlegenden Versicherungsbeitrag zu gleichen Teilen bezahlen.

Doch die Einführung einer Kopfpauschale besitzt einen sozial ungerechten Nachteil. Denn durch den Wegfall des „Arbeitnehmer Zusatzbeitrag“ von 0,9% und der Einführung der Kopfpauschale von 29 Euro, würden insbesondere gut verdienen Versicherte entlastet. Gering bis Normal- verdienende Versicherte hingegen, werden mit der Kopfpauschale zum Teil massiv belastet. Um diese „soziale Ungerechtigkeit“ anzugehen, soll entsprechender Sozialausgleich erfolgen. Hier stellt sich die Kommission um Rösler zum Beispiel eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze vor. Auch eine Anhebung der Steuersätze für hohe Einkommen wird diskutiert.

 

 

Die Gesetzliche Krankenversicherung hat auf Grund seines Finanzierungssystems, dem Umlageverfahren, ein schwerwiegendes Finanzierungsproblem. Denn die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen steigen zunehmend und die Einnahmen reichen nicht mehr um die Kosten aufzufangen (Demografischer Wandel – mehr Leistungsempfänger als Beitragseinzahler). Die Kopfpauschale kann hier durchaus ein Instrument sein, die Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzieren. Eine solche zusätzliche Erhebung oder Anpassung des Versicherungsbeitrags ist Wohl oder Übel notwendig. Es sollte allerdings wirklich nicht der Sozialausgleich vergessen werden.

Versicherten ist es durchaus zu empfehlen sich mit Hilfe von Privaten Krankenzusatzversicherung zu schützen und die zunehmenden Lücken der Gesetzliche Krankenversicherung aufzufangen.

 

 

 

 

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