Diese Gebühren übernehmen Private Krankenversicherungen von Arztrechnungen

Die Abrechnung der Privaten Krankenversicherungen erfolgen nach einem ganz unterschiedlichen Konzept, als dies in der Gesetzlichen Krankenversicherung der Fall ist. Während die Ärzte bei der Gesetzlichen Krankenversicherung Ihr Honorar direkt mit der Krankenkasse abrechnen, erfolgt die Abrechnung der Privaten Krankenversicherung nach dem Prinzip der Kostenerstattung. Das bedeutet Privat Versicherte Personen bezahlen das Arzthonorar erstmal selbst. Dafür erhalten die Versicherten nach der Behandlung einen Beleg von dem behandelnden Arzt. Diese Belege reichen die Versicherten nach der eigenen Bezahlung Ihrer Privaten Krankenversicherung ein und erhalten die Kosten von der Versicherung zurück erstattet.

 

Kostenerstattung nur für Rechnungen nach GOÄ, GOZ und GebüH

Im Rahmen der Kostenerstattung von den Privaten Krankenversicherungen, zahlen diese nur für Behandlungen die gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) abgerechnet wurden. In diesen werden Punktewerte festgehalten aus denen sich die Gebühren ergeben, welche die behandelnden Ärzte, Zahnärzte und Heilpraktiker für Ihre Behandlungen abrechnen können. Dabei gelten bestimmte Abrechnungssätze. Der behandelnde Arzt kann zwischen dem 1 fachen Satz bis zum 2,3 fachen Satz abrechnen. Bei dem 2,3 fachen Satz spricht man im Allgemeinen von dem so genannten Regelhöchstsatz, da diese fast immer zur Berechnungsgrundlage verwendet wird. Auch gibt es den so genannten Höchstsatz. Dieser liegt bei dem 3,5 fachen. Rechnen Ärzte nach dem Höchstsatz ab, muss die hohe Abrechnung aber von dem Arzt begründet werden. Möglich sind des weiteren individuelle Honorarvereinbarungen zwischen den Ärzten und den Patienten.
Die Privaten Krankenversicherungen erstatten in der Regel bis zu dem Höchstsatz (3,5 facher Satz). Dann muss allerdings die Begründung des Arztes von der Versicherung akzeptiert werden. Manche (wenige und teure) Krankenversicherungen erstatten auch die individuellen Vereinbarungen, die über den Höchstsatz von 3,5 hinausgehen. Dies sollte jedoch vor der Behandlung von dem Versicherten mit seiner Krankenversicherung abgesprochen werden.

 

Belege werden von Krankenversicherung geprüft

Reichen Versicherte Ihre Beleg bei Ihrer Privaten Krankenversicherung ein, werden diese erstmals überprüft. Eingereichte Belege sollten mindestens folgende Inhalte besitzen, da diese sonst nicht von der Versicherung erstattet werden. Hierzu gehören der Name der behandelten Person, die Diagnose, die vom Arzt verwendete Gebührenordnung, der Gebührensatz und das Datum an welchem die Behandlung erfolgte. Zudem sollten Versicherte darauf achten, dass die Versicherung die Originalbelege zur Kostenerstattung benötigen.

 

 

 

 

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