Bundesregierung plant Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrag auf 15,5%

Die Gesetzliche Krankenversicherung hat ein Problem seine Verbindlichkeiten zu finanzieren. Zwar versuchten viele der Krankenkassen in den vergangenen Monaten Ihre „mehr“ Ausgaben durch die Erhebung eines Zusatzbeitrags aufzufangen. Dennoch gehen die Bundesregierung und Experten davon aus, dass den Gesetzlichen Krankenkassen bis nächstes Jahr 11 Milliarden Euro fehlen werden. Eine Summe welche die Bundesregierung auf unterschiedlichste Art und Wiese versucht, aufzutreiben und zu finanzieren. Dazu gab es in den vergangenen Wochen mehrere Ideen und Lösungsvorschläge, wie zum Beispiel die Erhebung einer zusätzlichen Kopfpauschale von 29 Euro (Artiekl hier). Ein anderen Lösungsvorschlag brachte der Ärzteverband mit der Einführung einer pauschalen Praxisgebühr von 5 Euro für jeden Arztbesuch. Nun scheint sich aber die Bundesregierung auf eine Lösung zu einigen: die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrag auf 15,5%.

 

Geplante Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrag auf 15,5%

Einige Medien (FTD Artikel) melden aus Koalitionskreisen, dass die Bundesregierung die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags überlegt bzw. schon plant. Es gilt hierbei als wahrscheinlich, dass der Krankenversicherungsbeitrag wieder auf den alten Satz von 15,5% erhöht wird. Die 15,5% waren schon bei Einführung des Gesundheitsfonds angesetzt, wurde allerdings von der Bundesregierung auf 14,9% gesenkt. Um die voraussichtlich fehlenden Milliarden Euro bei der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzufangen, wird der Beitrag wahrscheinlich wieder auf den alten Beitrag von 15,5% angepasst.

Die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrag kann aber alleine nicht die vollen 11 Milliarden Euro auffangen. Um das fehlende Geld aufzutreiben, wird der Bund weitere 2 Milliarden als Zuschuss gewähren. Zudem soll bei den Ärzten, Medikamenten und den Krankenhäusern weitere 4 Milliarden Euro eingespart werden. Zusammen mit der Beitragserhöhung könnte das Finanzloch von 11 Milliarden gefüllt werden.

 

 

Eigentlich ist es ja fast schon egal wie die Bundesregierung sich entscheidet, dass fehlende Geld der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzufangen. Im Endeffekt bezahlen die Versicherten oben drauf. Dafür müssen Sie allerdings auch keine Leistungskürzung hinnehmen. Und bei der Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrag werden nicht nur die Versicherten belastet, da von diesen Beitrag auch der Arbeitgeber einen Teil beisteuert. Obwohl die Bundesregierung mit der Arbeitgeberbelastung ebenfalls Ihr Wort bricht. Hatte Sie doch in Ihrem Koalitionsvertrag das „Einfrieren“ des Arbeitgeberbeitrags auf 7 Prozent vereinbart. Aber anders geht wohl aktuell die Finanzierung der Krankenversicherung nicht.

 

 

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