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Betriebliche Altersvorsorge für ärztliches Praxispersonal

Seit dem Jahr 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Der Anspruch gilt allerdings nur für die rein arbeitnehmerfinanzierte Betriebliche Altersvorsorge, mit Hilfe der Entgeltumwandlung.

Seit dem Jahr 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Der Anspruch gilt allerdings nur für die rein arbeitnehmerfinanzierte Betriebliche Altersvorsorge, mit Hilfe der Entgeltumwandlung. (Teile des Gehalts werden in eine Betriebliche Altersvorsorge investiert.) Der Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte, sieht eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge vor. Hier zahlen Ärzte Ihren medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer/Innen eine monatlichen Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses richtet sich gestaffelt nach dem Beschäftigungsverhältnis (Teil- oder Vollzeit) und ob der Arbeitnehmer, Vermögenswirksame Leistungen bezieht.

 

Arbeitgeberbeitrag zur bAv für ärztliches Praxispersonal

Gemäß dem Tarifvertrag des AAA (Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/medizinischen Fachangestellten), welcher zum 1. April 2008 wirksam wurde, erhalten ärztliches Praxispersonal einen Zuschuss zur Betrieblichen Altersvorsorge. Die Höhe des Arbeitgeberbeitrags richtet sich nach dem Beschäftigungsverhältnis und nach dem Erhalt von Vermögenswirksamen Leistungen.

 

Arbeitgeberbeitrag für ärztliches Praxispersonal mit Vermögenswirksamen Leistungen:

Entscheidet sich ein Arbeitnehmer für den Erhalt von Vermögenswirksamen Leistungen, beträgt der Arbeitgeberbeitrag mindestens 20 Euro für Arbeitnehmer, die mindestens 18 Stunden pro Woche arbeiten. Auch Auszubildende welche die Probezeit bestanden haben, erhalten einen Arbeitgeberbeitrag von 20 Euro im Monat. Arbeitnehmer die weniger als 18 Stunden pro Woche arbeiten (Teilzeitbeschäftigte) erhalten 10 Euro Zuschuss.

 

Arbeitgeberbeitrag für ärztliches Praxispersonal ohne Vermögenswirksame Leistungen

Arbeitnehmer die keine Vermögenswirksame Leistungen erhalten, bekommen auch einen höheren Arbeitgeberbeitrag zu Ihrer Betrieblichen Altersvorsorge. Hier zahlt der Arbeitgeber 56 Euro pro Monat, für alle Arbeitnehmer die mindestens 18 Stunden oder mehr, pro Woche arbeiten. Auszubildende nach der Probezeit bekommen einen Arbeitgeberbeitrag von 38 Euro im Monat. Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit weniger als 18 Stunden Arbeit pro Woche, erhalten einen Arbeitgeberzuschuss von 28 Euro pro Monat.

 

Laut Tarifvertrag können sich Arbeitnehmer innerhalb von 3 Monaten, nach Beginn des neuen Beschäftigungsverhältnis entscheiden, ob Sie Vermögenswirksame Leistungen erhalten möchten oder nicht.

 

Der Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte sieht automatisch eine Arbeitgeberfinanzierte Betriebliche Altersvorsorge vor. Alle Arbeitnehmer für die der Tarifvertrag Bedeutung besitzt, sollten diese auch wahrnehmen. Mit Hilfe einer Betrieblichen Altersvorsorge bauen sich Arbeitnehmer eine zusätzliche Rente für Ihre Rente auf. Ein wichtiger Baustein in der Vorsorge, da die Regelaltersrente der Gesetzlichen Rentenversicherung zunehmend weniger wird.