Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung möglich

Mit in Krafttreten der neuen Gesundheitsreform müssen sich die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung auf einen spürbar höheren Versicherungsbeitrag einstellen. Der Beitragssatz wird von 14,9% auf 15,5% steigen, wovon Arbeitnehmer 8,2% selbst tragen müssen. Hinzu kommen für die Versicherten der GKV noch ein möglicher Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse, sofern dieser für die Kasse notwendig zur Deckung von Ausgaben benötigt wird. Doch nicht nur die Beiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung werden steigen. Nach einer aktuellen Information der Financial Times Deutschland werden zumindest einige Private Krankenversicherer Ihre Versicherungsbeiträge unverhältnismäßig erhöhen müssen. Grund für die Beitragssteigerung in der Private Krankenversicherung besteht in den zu geringen Zinseinnahmen.

Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung möglich

Ab dem Jahr 2012 könnte es für Versicherte der Privaten Krankenversicherung zu deutlichen Beitragssteigerungen kommen. Der Grund hierfür liegt in den geringen Marktzinsen, mit denen bereits die Lebensversicherungen zu kämpfen haben (Garantiezins der Lebensversicherungen werden sinken hier). Die Marktzinsen benötigen die Privaten Krankenversicherer um die Beitragsrückstellungen Ihrer Versicherten aufzubauen um genügend Kapital für das Alter anzusparen. Dabei gehen die Privaten Krankenversicherer in Ihrer Beitragskalkulation von einer durchschnittlichen Verzinsung von derzeit 3,5% aus. Das Problem allerdings besteht darin, dass aktuell die deutschen Staatsanleihen gerade einmal eine Verzinsung von etwa 2,5% bieten können. Es ist also für die Privaten Krankenversicherer nicht sichergestellt, dass Sie auch die 3,5% erwirtschaften können. Die ftd spricht von etwa 10 Gesellschaften welche Schwierigkeiten haben diese 3,5% an Zinsen zu erwirtschaften. Aus diesem Grund stimmt die bisherige Beitragskalkulation der Versicherungen nicht mehr.
Um Ihren Versicherten aber auch weiterhin die Sicherheit der uneingeschränkten Leistung garantieren zu können, müssen zumindest einige Private Krankenversicherungen Ihre Beiträge unverhältnismäßig erhöhen. Es wird mit einer großen Wahrscheinlichkeit zu einer Beitragserhöhung von 5 bis 8% kommen. Damit decken die Privaten Krankenversicherungen aber nur die zu geringen Marktzinsen Ihres Kapitals ab. Hinzu kommt noch mal die allgemeine Beitragserhöhung für die steigenden Kosten im Gesundheitssystem.

 

Versicherte der Privaten Krankenversicherungen müssen sich unter Umständen auf eine kräftige Beitragserhöhung gefasst machen. Allerdings greift die Beitragserhöhung wegen den zu geringen Marktzinsen erst ab 2012. Zum kommenden Jahr werden die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung im normalen Maß steigen – eben um die steigenden Kosten im Gesundheitssystem aufzufangen.

 

 

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