Psychotherapie in der Privaten Krankenversicherung

Die Leistungen einer Privaten Krankenversicherung richten sich ausschließlich nach dem Bedingungswerk des abgeschlossenen Tarifs. Hier definiert eine Versicherungsgesellschaft genau und detailliert welche Behandlungen, Heil- oder Hilfsmittel Sie bezahlt. Dieses feste Bedingungswerk hat für Versicherte zum einen einen Vorteil, kann aber auch ein Nachteil sein. Denn wurde ein Versicherter erst einmal von der Krankenversicherung angenommen, erhält er die Leistungen aus dem Bedingungswerk garantiert. Leistungskürzungen von Seite der Versicherungsgesellschaft sind nicht möglich. Leider kann sich ein solch festes Bedingungswerk aber auch zum Nachteil des Kunden auswirken. Denn schließt das Bedingungswerk eines Privaten Krankenversicherungstarifes eine bestimmte Leistung aus, bezahlt die Versicherung auch diese definitiv nicht – selbst wenn der Versicherte diese Leistung wirklich dringend benötigt. In einem solchen Fall bleibt Versicherten nichts anders über, als die benötigte Behandlung selbst zu zahlen. Ein solcher Fall besteht in der Privaten Krankenversicherung, besonders häufig bei der Psychotherapie.

 

Psychotherapie in der Privaten Krankenversicherung

Bei der Psychotherapie müssen Versicherte ernsthaft aufpassen und nur eine Private Krankenversicherung mit einem entsprechend guten Bedingungswerk auswählen. Denn die Psychotherapie gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird von mehr und mehr Menschen in Anspruch genommen. Mittlerweile zählen psychische Erkrankungen zu den häufigsten Gründen einer Berufsunfähigkeit (!). Es gibt viele Gründe weshalb Personen eine Psychotherapie benötigen können, sei es Burn Out, Depression oder andere psychische Störungen.
Leider gibt es bei den Privaten Krankenversicherungen einige Leistungsdefizite im Bereich der Psychotherapie. Viele Tarife bezahlen nur wenigen Therapiesitzungen pro Versicherungsjahr. Diese liegen teilweise bei nur 15 oder 20 Stunden pro Jahr. Andere Tarife zahlen nur für ganz bestimmte Psychotherapien und schließen manche grundsätzlich aus. Es gibt sogar auch Krankenversicherungstarife welche überhaupt keine Psychotherapie übernehmen. Benötigen Versicherte mit einem solchen Tarif eine Psychotherapie, so bleiben Sie in den meisten Fällen auf den Kosten sitzen.

 

Aus diesem Grund sollten Versicherte bei der Auswahl Ihrer Privaten Krankenversicherung, auf ein Bedingungswerk mit guten Leistungen bei Psychotherapie achten. Optimalerweise definiert das Bedingungswerk keine genaue Stundenanzahl bei den Therapiesitzungen und bestimmt auch nicht die Art der Psychotherapie.

 

 

In jeden Fall sollten alle Versicherte der Privaten Krankenversicherung bei Ihrem Tarif auf gute Bedingungen im Bereich der Psychotherapie achten. Zudem sollten Versicherte immer mit Ihrer Krankenversicherung absprechen, ob Sie eine Psychotherapie anfangen können. Die vorherige Zustimmung sollten Versicherte auch dann einholen, wenn Sie ein gutes Bedingungswerk haben. Mit einer schriftlichen Bestätigung das die Krankenversicherung die gewünschte Therapie übernimmt, bleiben Versicherte definitiv nicht auf Ihren Kosten sitzen.

 

 
 

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