Krankentagegeldversicherung bietet für Selbstständige einen unverzichtbaren Schutz

Im Normalfall sorgt eine Erkrankung nur für wenige Tage an Ausfallzeit. Leider kann es jedoch auch einmal zu einer längeren Erkrankung kommen, bei der es dem Erkrankten unmöglich ist über mehrere Wochen seiner Arbeit nachzukommen. Für Arbeitnehmer spielt eine längere Krankheit keine so große Rolle, da Sie für 6 Wochen eine Lohnfortzahlung und danach das Gesetzliche Krankengeld erhalten. Auch wenn das Krankengeld Abzüge gegenüber dem eigentlichen Nettogehalt besitzt, besteht immerhin eine Art Grundschutz um die finanzielle Versorgung bei einer längeren Krankheit zu behalten. Ganz anders sieht dies jedoch bei Selbstständigen aus. Ohne eine zusätzliche Absicherung eines Krankentagegelds, können Selbstständige im schlimmsten Fall vor einem finanziellen Ruin stehen.

 

 

Laufende Kosten können bei längerer Krankheit zu einer finanziellen Bedrängnis führen

Selbstständige KrankentagegeldversicherungSelbstständige besitzen bei einer längeren Krankheit keine finanzielle Absicherung. So beinhaltet weder eine Private Krankenversicherung noch eine Freiwillige Versicherung bei der Gesetzlichen Krankenversicherung automatisch ein Krankentagegeld. Erst wenn dieses zusätzlich abgeschlossen wird, greift hier ein Schutz. Eine äußerst schwierige Situation, da die laufenden Kosten bei Selbstständigen natürlich auch während der Krankheit weiterlaufen. Hierzu gehören beispielsweise Miete, Leasingkosten, Kosten für den privaten Unterhalt und Versicherungen. Kommt dann aber kein Geld rein, kann dies zu ernsthaften Schwierigkeiten führen. Daher müssen sich Selbstständige dringend um eine finanzielle Absicherung  bei einer längeren Krankheit kümmern. Hierzu empfiehlt sich entweder der Abschluss einer Privaten Krankentagegeldversicherung oder den erhöhten Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung und optimalerweise in Kombination mit einem entsprechenden Wahltarif für Krankengeld.

 

 

Krankengeld als freiwillig Versicherter der Gesetzlichen Krankenversicherung

Freiwillig Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung können durch die Zahlung des normalen Beitragssatzes von 15,5%, ein Krankengeld absichern. Dieses zahlt die Krankenkasse jedoch erst ab der siebten Krankheitswoche. In den ersten sechs Wochen benötigen Selbstständige also weiterhin ein eigenes finanzielles Polster. Selbst ab der siebten Woche beträgt das Gesetzliche Krankengeld 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Eine Begrenzung liegt bei der Beitragsbemessungsgrundlage. Dies führt bei Selbstständigen welche deutlich mehr verdienen zu einer finanziellen Lücke.

Diese lässt sich mit bestimmten Wahltarifen der Krankenkassen auffangen, die jedoch auch Nachteile beinhalten. Hierzu gehört zum Beispiel eine längere Vertragsbindung (bis zu 3 Jahre) an die Krankenkasse. Eine Alternative besteht hier im Abschluss einer Privaten Krankentagegeldversicherung.

 

 

Private Krankentagegeldversicherung bietet ausreichend Schutz bei längerer Krankheit

Selbstständige mit einer Privaten Krankentagegeldversicherung oder freiwillig gesetzlich Versicherte welche ein höheres Krankengeld absichern möchten, empfiehlt sich der Abschluss einer Privaten Krankentagegeldversicherung. Hierbei können Versicherte selbst festlegen ab welchem Krankheitstag die Versicherung den Tagessatz auszahlen soll. Üblich sind hier ab dem 15. Tag bzw. dem 21. Tag, da wenige Krankheitstage eigentlich finanziell zu überbrücken sein sollten.

Zudem legen Versicherte fest welchen Tagessatz Sie mit der Privaten Krankentagegeldversicherung absichern möchten. Dieser darf nicht höher liegen als das tatsächliche Einkommen (Gewinn), sollte jedoch diesem in etwa entsprechen, da sich nur mit einer ausreichenden Höhe die laufenden Kosten auch finanzieren lassen. Je nach Tarif sind auch unterschiedliche Höhen des versicherten Tagessatzes möglich, beispielsweise eine höhere Summe ab der siebten Krankheitswoche. Ein großer Vorteil bei einer Privaten Krankentagegeldversicherung: diese erbringt Ihre Leistung unbefristet.

 

 

Selbstständige müssen sich bei Ihrer Absicherung um fast alles selbst kümmern. Unter all den notwendigen und sehr wichtigen Policen, wird leider allzu oft die Krankentagegeldversicherung vergessen. Gerade diese bietet aber einen unverzichtbaren Schutz und darf im Grunde niemals fehlen. Es empfiehlt sich eine solche Absicherung so früh wie möglich abzuschließen, da sich der Beitrag nach dem Alter und dem Gesundheitszustand orientiert. Auch empfiehlt sich möglichst ein umfangreicher Versicherungsvergleich der aktuellen Angebote, da sich die Beiträge für ein Krankengeld erheblich unterscheiden können.
 

 

Bild © Eric Hood / iStockPhoto

 


 

Top

 Einen Augenblick Bitte Seite wird aktualisiert