Islamic Banking eine Alternative zum westlichen Bankensystem

In Zeiten der Welt- Wirtschaftskrise entflammt immer wieder aufs Neue, Kritik an dem aktuellen (westlichen) Bankensystem. Dabei stehen insbesondere undurchsichtige Investmentprodukte und das wirtschaften mit Zinsen in einem schlechten Licht. Insbesondere die Arbeit mit den Zinsen, soll schließlich einen nachhaltigen Einfluss auf die Weltwirtschaftskrise genommen haben. Auch nicht ausreichend geprüfte Investments und Kredite, haben zu der weltweiten Rezession beigetragen. Genau auf diesem Hintergrund rückt das islamische Banksystem weiter in den Vordergrund, da dieses einige der genannten Gründe unterbunden hätte. Doch was ist das Islamic Banking überhaupt?

 

Islamic Banking – Banksystem im Einklang mit Religion und Ethik

Bei dem Islamic Banking arbeiten die Banken im Einklang mit Ihrer Religion und halten sich an die Grundsätze der Scharia. So sind in dem islamischen Banksystem Zinsen für Geld verboten. Des weiteren dürfen die Banken nicht spekulieren. Glücksspiel ist grundsätzlich untersagt. Bei der Anlage von Geld, darf dieses nur in ethische und soziale Projekte investiert werden. Aus diesem Grund entfällt eine mögliche Investition in die Produktion oder Verarbeitung von Schweinefleisch, in die Herstellung und den Verkauf von Alkohol, in Pornografie und Prostitution.
Ein weiterer Grundsatz des Islamic Banking besteht in dem Ziel alle Finanzierungen mit einem realen Gegenwert zu finanzieren. Mit anderen Worten, Banken müssen bei einer Finanzierung das Objekt betrachten und die Situation des Käufers betrachten.

 

Wie „vermehrt“ das islamische Banksystem sein Geld?

Grundsätzlich soll sich eine Investition für seine Anleger auch lohnen – sich also vermehren. Doch ohne direkt Zinsen auszuzahlen funktioniert dies nur bedingt. Daher bedienen sich die islamischen Banken einer anderen Art der Zinsgewinnung. So gewährt eine Bank dem Käufer nicht direkt einen Kredit, sondern kauft den entsprechenden Gegenstand zuerst selbst. Anschließend wird dieser Gegenstand für einen höheren Preis, an die Person wieder verkauft. Der ursprüngliche Käufer zahlt dann den höheren Preis in monatlichen Raten an die Bank zurück. Dieses System ähnelt einem Kredit, steht aber im Einklang mit den Vorgaben des Islamic Banking.

Das Islamic Banking ist in den islamisch geprägten Ländern noch nicht flächendeckend eingeführt. Es gibt zwar Länder welche dieses System Ihren Banken gesetzlich vorschreiben, aber in den anderen islamischen Ländern liegt die in der Eigenverantwortung der Banken. Dennoch erfreuen sich die islamischen Banken eine zunehmenden Beliebtheit. So existieren bereits 270 islamische Banken und das in 75 Ländern.

Investmentsfonds angelehnt an das Islamic Banking

Um der Nachfrage nach Scharia konformen Investments nachzukommen, bieten einige westliche Banken auch entsprechende Investmentsfonds an. So hat zum Beispiel die Deutsche Bank mit Ihrer Fondsgesellschaft DWS Investment einige islamische Investmentsfonds aufgelegt. Auch weitere „westliche“ Banken wie die Commerzbank besaßen in der Vergangenheit einen Scharia konformen Fonds. Dieser wurde allerdings vor wenigen Jahren aufgelöst.

 

 

 
 

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