Immer offenen Hilfsmittelkatalog bei der Privaten Krankenversicherung wählen

Sie können eine Private Krankenversicherung abschließen? Herzlich glückwunsch. Damit gehören Sie zu den wenigen 9 Millionen Menschen in Deutschland, die nicht dazu verpflichtet sind, Ihre Gesundheit in der Gesetzlichen Krankenversicherung abzusichern. So besteht die Möglichkeit einen wirklich umfassenden Krankenversicherungsschutz zu erhalten. Denn eine Private Krankenversicherung kann Ihnen umfangreiche Leistungen anbieten. Doch dafür benötigen Sie die „Richtige“ Private Krankenversicherung. Viele Tarife beinhalten für den Versicherten fiese Lücken, die später sehr teuer werden können.

 

Achten Sie auf den offenen Hilfsmittelkatalog

Die Auswahl einer richtigen Privaten Krankenversicherung ist nicht immer einfach. Denn werden einige Kriterien der Private Krankenversicherung nicht beachtet, kann dies im Leistungsfall eine böse (finanzielle) Überraschung bedeuten. Teilweise sind manche Bedingungen der Versicherung so formuliert, dass bestimmte medizinische Behandlungen in Zukunft nicht geleistet werden. Ein besonders wichtiger Punkt der vor Abschluss einer Privaten Krankenversicherung beachtet werden sollte ist der Hilfsmittelkatalog.

Was sind Hilfsmittel?

Hilfsmittel sollen mögliche Behinderungen des Versicherten ausgleichen, einen erkrankten Versicherten vor Verschlimmerung bewahren oder die Rehabilitation fördern. Typische Hilfsmittel sind beispielsweise Krücken, Hörgeräte, elektronischer Kehlkopf, Bandagen oder ein Rollstuhl.

 

Immer einen offenen Hilfsmittelkatalog wählen

Viele Private Krankenversicherung definieren in Ihren Bedingungen sehr genau, welche Hilfsmittel erstattet werden. Mögliche, in Zukunft entwickelte Hilfsmittel sind dann aber nicht eingeschlossen. Auch wenn diese neuen Hilfsmittel Ihnen helfen könnten. Zudem führen einige Bedingungen nicht alle notwendigen Hilfsmittel auf. Fehlen diese in dem Bedingungswerk, werden diese auch nicht von der Versicherung erstattet!
Schlimmer wird es aber wenn die Bedingungen eine maximal Geldsumme für die Hilfsmittel festlegen. Typisch sind zum Beispiel Formulierungen wie „Krankenfahrstühle bis zu einer Rechnungssumme von 2.000€“.  Hier müssen die Versicherten hinnehmen, dass die Versicherung nur bis zu den 2.000 Euro bezahlt. Schnell kann aber ein Rollstuhl mehr als 2000 Euro kosten, insbesondere in der Zukunft. Elektronische Rollstühle kosten beispielsweise in der einfachsten Ausstattung schon über 2.000 Euro.

 

Besser ist es wenn das Bedingungswerk der Privaten Krankenversicherung nicht festlegt welche Hilfsmittel bezahlt werden. Eine Krankenversicherung mit einer Formulierung wie „Erstattet werden die Kosten für Hilfsmittel in einfacher Ausführung“ bieten den gewünschten und umfassenden Krankenversicherungsschutz (natürlich nur im Bezug auf diesen Punkt! Es sollten noch weitere Punkte beachtet werden). Außerdem sollte in dem Bedingungswerk keine Höchstsumme für die Hilfsmittel festgelegt sein. Die obere Formulierung besagt, dass alle Hilfsmittel in der einfachen Ausführung bezahlt werden.

 

 

Im Übrigen: Viele windige Versicherungsvertreter entschuldigen schlechte Bedingungswerke mit Kulanz der Versicherung. Bedanken Sie bitte unbedingt: es gibt keine Kulanz bei Versicherungen. Selbst wenn der Vertreter Ihnen gerne aus Freundlichkeit entgegen komme wollte, er kann es nicht. Jeder von Ihnen eingereichte Schaden wird von einem Sachbearbeiter bei der Versicherung bearbeitet und geprüft. Dieser entscheidet welche Leistung Sie im Endeffekt erhalten. Sagt Ihr Bedingungswerk aus, Sie erhalten diese eine Leistung nicht (zum Beispiel eine nicht aufgeführtes Hilfsmittel) dann bezahlt die Krankenversicherung auch nicht!
 

 


 

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