Gesetzliche Krankenkassen bieten mit Hausarzttarifen günstigere Konditionen für Versicherte

Seit vielen Jahren kämpft die Gesetzliche Krankenversicherung mit dem Problem Ihrer Finanzierung. Grund hierfür besteht darin, dass die Krankenkassen die Ausgaben für Ihre Versicherten nicht mehr durch die Beitragseinnahmen decken können. Seit Jahren kürzen die Verantwortlichen der Politik bei dem Leistungsumfang der GKV und bzw. erhöhen den Krankenversicherungsbeitrag. Auch ab dem 1. Januar 2011 müssen Versicherte wieder einen höheren Krankenversicherungsbeitrag bezahlen. Doch nicht nur die zu geringen Beiträge sorgen für eine Belastung für die Gesetzliche Krankenversicherung, sondern auch manche unnötige und zuviel abgerechnete Arztbesuche. Teilweise suchen Versicherte Fachärzte auf um Krankheiten behandeln zu lassen, die auch ein normaler Hausarzt hätte behandeln können. Fachärzte bekommen aber deutlich mehr an Gebühren für Ihre Behandlung als ein Hausarzt. Um diesen Umstand ein wenig in den griff zu bekommen, haben sich einige der Gesetzlichen Krankenkassen entschieden einen Hausarzttarif zu eröffnen. Dieser bindet die Versicherte zwar an einen festen Hausarzt, dafür erhalten Versicherte aber zum Teil deutliche bessere Konditionen – die sich sowohl bei der Behandlung als auch im Portemonnaie bemerkbar machen.

 

Hausarzttarif bindet Versicherte an einen Arzt

Entscheiden sich Versicherte für einen Hausarzttarif bei Ihrer Krankenkasse, binden Sie sich automatisch für mindestens 1 Jahr an einen Hausarzt. Diesen Hausarzt müssen Versicherte direkt bei in Anspruchnahme des Hausarzttarifs festlegen. Gleichzeitig verpflichten sich Versicherte bei einer Krankheit nur noch Ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser führt dann die Untersuchung durch und behandelt die Symptome. Erst wenn der Arzt selbst entscheidet dass Hilfe von weiteren Fachärzte notwendig ist, schreibt der Hausarzt eine Überweisung aus. Mit der Überweisung können Versicherte dann natürlich auch zu einem Facharzt gehen. Versicherte haben also mit einem Hausarzttarif keinen Nachteil bei Ihrer medizinischen Betreuung, sondern lassen sich lediglich von Ihren Hausarzt untersuchen und erst wenn eine Notwendigkeit besteht, von einem Facharzt.

 

Bestimmte Fachärzte fallen aus dem Hausarzttarif aus

Zwar verpflichten sich Versicherte bei einem Hausarzttarif nicht direkt zu einem Facharzt zu gehen, dies gilt allerdings nicht für alle Fachärzte. Versicherte können trotz eines Hausarzttarifs weiterhin direkt zu einem Augenarzt, Frauenarzt oder Kinder- bzw. Jugendarzt gehen. Für diese Fachärzte greift die Verpflichtung nicht.

 

Hausarzttarif bietet Versicherten bessere Konditionen und Ersparnis

Dafür dass sich Versicherte entscheiden immer erst zu einem vorher festgelegten Hausarzt zu gehen, erhalten Sie natürlich einen gewissen Vorteil von Ihrer Krankenkasse. Wie dieser Vorteil aussieht unterscheidet sich ein wenig von Krankenkasse zu Krankenkasse. Manche Kassen kooperieren nur mit bestimmten Ärzten im Hausarzttarif. Hier erhalten versicherte dann eine bevorzugte Behandlung bei der Vergabe von Terminen. So entfällt schon mal das sehr lange Warten im Wartezimmer. Andere Krankenkassen (zum Beispiel die AOK Bayern) erstattet Ihren versicherten mit einem Hausarzttarif zum größten Teil die Praxisgebühr. Versicherte müssen hier lediglich einmalig 10 Euro pro Jahr an Praxisgebühr bezahlen. Dafür bekommen Sie dann einen Befreiungsausweis für die restliche Praxisgebühr. Auch verringern manche Krankenkassen bei Ihrem Hausarzttarif die Zuzahlung zu Medikamenten. Teilweise entfällt diese Zuzahlung sogar komplett, weil der Hausarzt ein Medikament von einem Pharmaunternehmen verschreibt mit welchem die Gesetzliche Krankenkasse einen Rabattvertrag ausgehandelt hat.

 

 

Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung profitieren durchaus von dem Abschluss eines Hausarzttarifs. In den meisten Fällen müssen Versicherte auch keinen wirklich Nachteil befürchten, dass Sie immer zuerst nur zum normalen Hausarzt gehen. Diesen können Sie sogar von Anfang an selbst bestimmten (je nach Krankenkasse ist dies ein wenig begrenzt, da nicht alle Hausärzte bei diesem Tarif mitmachen). Sollte doch einmal ein Facharzt benötigt werden, überweist der Hausarzt entsprechend und die Krankheit wird weiterhin professionell behandelt. Dafür können sich Versicherte zum Teil die Praxisgebühr sparen oder genießen bestimmte Vorteile (schnellere Terminvergabe). Es kann sich also durchaus lohnen einen Hausarzttarif von den Krankenkassen anzunehmen.

 


 

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