Die durchschnittliche Inflationsrate bei der Privaten Altersvorsorge berücksichtigen

Immer mehr Versicherte der Gesetzlichen Rentenversicherung sorgen Privat für Ihr Alter vor. Eine wichtige Entscheidung, da die Gesetzliche Rente kaum noch ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandart halten zu können. Experten gehen von Rentenleistungen in Höhe von 40 Prozent des letzten Bruttos aus (für Rente die ab 2030 in Rente gehen) – ein Niveau mit dem die normalen Lebenshaltungskosten tragbar sind. Diese Lücke zwischen der Gesetzlichen Rente und dem bisherigen Nettogehalt kann nur eine Private Altersvorsorge auffangen.

Viele Sparer haben sich bei Abschluss eines Altersvorsorgevertrags auf die kalkulierte Differenz konzentriert (Vorsorgelücke) und mit Ihrer zusätzlichen Rente diese Lücke geschlossen. Je nach Situation kann diese kalkulierte Rentenlücke aber zu gering sein. Denn die durchschnittliche Inflationsrate senkt die Kaufkraft der Rente erheblich. Daher empfiehlt es sich dringend die Inflationsrate bei der Privaten Altersvorsorge zu berücksichtigen.

 

Inflationsrate bei der Privaten Altersvorsorge beachten

Alte Frau genügend RenteDie durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland liegt derzeit bei etwa 2%. Einige Experten rechnen im Zuge der Krisen mit einer Inflationsrate bei 3%. Würde dieser Fall eintreten, läge der Kaufkraftverlust in 20 Jahren bei etwa der Hälfte. Nach 30 Jahren entspricht der Wert unter der Hälfte zum heutigen Stand. Was also heute 1.000 Euro kostet, besitzt in 30 Jahren (bei 3% Inflationsrate) einen Wert von unter 500 Euro. Ein großes Risiko wenn auch im Lebensabend der Lebensstandart gehalten werden soll, es wird mehr Geld im Monat benötigt (im Vergleich zum heutigen Stand). Aus diesem Grund sollte bei der Planung eher mit mehr Geld gerechnet werden.

Natürlich kennen auch die Versicherer das Problem mit der Geldentwertung und der Kaufkraft in 20 oder 30 Jahren. Daher bieten Sie bei Ihren Altersvorsorgeverträgen (bei einer Privaten Rentenversicherung) eine Dynamik mit an. Hierbei wird die monatliche Sparrate jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz (üblich 3, 5 oder 10%) erhöht. Diese Dynamik soll den Kaufkraftverlust durch die Inflation ausgleichen.

 

Greift jedoch eine Dynamik von einem Altersvorsorgevertrag, so müssen Versicherte automatisch eine Provision an den Vermittler zahlen. Dadurch sinkt der Effekt welchen die Dynamik eigentlich erzielen soll, nämlich mehr Geld für das Alter anzulegen. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, entweder von Anfang an einen höheren Sparbeitrag zu wählen oder separat zu sparen. Neben einem Altersvorsorgevertrag (kapitalbildende Lebensversicherung, Private Rentenversicherung) kann auch ein Fonds- oder Banksparplan sinnvoll sein. Halten sich Sparer an diesen Sparplan (und greifen nicht einfach Zwischendurch auf das Geld), sparen Sie im Laufe der Zeit eine nette Summe an Kapital. Natürlich muss dieser separate Sparplan ausreichend hoch gewählt werden, um die Inflationsrate auch auszugleichen.

 

 

Fondssparplan oder Banksparplan bieten sinnvolle Lösung um Inflationsrate auszugleichen

Die Inflationsrate stellt ein nicht zu vergessenes Kriterium bei Planung der Privaten Altersvorsorge dar. Unter Umständen kann diese zur Halbierung der Rentenleistung führen – je nach Höhe der durchschnittlichen Inflationsrate in den nächsten Jahren. Um dennoch genügend im Alter zur Verfügung zu haben, empfiehlt es sich gesondert etwas Geld anzusparen, da eine Dynamik bei einer Rentenversicherung oder Lebensversicherung immer mit neuen Provisionszahlungen verbunden ist. Hier können andere Sparpläne (Fondssparplan oder Banksparplan) eine sinnvolle Alternative sein, da diese mit nicht so hohen Kosten verbunden sind und Kapital ansparen.
 

 


 

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